… ein bisschen wissenschaftlicher Stress …

Stress beeinflusst die Selbstkontrollfunktion des präfrontalen Kortex:

Der präfrontale Kortex (= vordere Großhirnrinde, hinter der Stirn :)) ist zuständig für kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, Planung, Analyse, Entscheidungsfindung, Urteilsvermögen und Zugriff auf Gedächtnisinhalte. Er hält normalerweise unsere Emotionen unter Kontrolle, indem er dämpfende Signale an evolutionär ältere Gehirnregionen sendet. Er reagiert äußerst empfindlich auf Störungen, sogar auf alltägliche vorübergehende Sorgen und Ängste. Ein Ausfall des präfrontalen Kortex führt zu Denkblockaden und Verhaltensstörungen bis hin zum Blackout.

Wie Du die Funktionen des präfrontalen Kortex auch unter außergewöhnlichen Situationen aufrecht erhalten kannst:

Du erhöhst Deine Stresstoleranz, indem Du mit gemäßigten Stressbelastungen anfängst zu trainieren und Du Dich an das erfolgreiche Überwinden von früheren problematischen Situationen erinnerst.

Du bringst den Hirnstrukturen, die für Automatismen zuständig sind (vor allem die Basalganglien), instinktiv ablaufende überlebenswichtige Reaktionen bei.

Einfache Verhaltenstechniken wie bewusste Entspannung, tiefes Atmen, Meditation mildern bereits Stressreaktion ab.

Wahrscheinlich bessert sich Deine Selbstbeherrschung bereits dadurch, dass Du weißt, wie Dein Denkorgan auf Stressbelastungen reagiert.

(Zusammengestellt aus: Spektrum der Wissenschaft Ratgeber, Gehirn und Geist, 2015)

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